Wer bei seiner Fastenkur ausreichend entspannt, nimmt positiven Einfluss auf den Fastenerfolg sowie Körper und Psyche.
Fasten ist weit mehr als bloßer Nahrungsverzicht – es ist eine ganzheitliche Erfahrung, bei der Körper, Geist und Seele in Einklang kommen können. Wer fastet, durchläuft nicht nur körperliche Veränderungen, sondern auch emotionale und mentale Prozesse. In diesem Beitrag erfährst du, warum Ruhephasen während des Fastens unverzichtbar sind, wie Stress den Fastenerfolg negativ beeinflussen kann, welche Entspannungsmethoden helfen – und wie Fasten und Entspannung sich gegenseitig positiv verstärken.

Bitte beachten:
Ruhe und Entspannung spielen bei einer Fastenkur eine zentrale Rolle – sie unterstützen die natürlichen Regenerationsprozesse des Körpers und fördern gleichzeitig den seelischen Ausgleich.
Stärkere Selbstheilungskräfte durch Entspannung beim Fasten
Beim Fasten stellt sich dein Körper auf einen neuen Stoffwechselmodus um. Das kostet Energie und bringt viele Prozesse ins Rollen: Entgiftung, Zellreinigung (Autophagie), Hormonregulation und emotionale Neuordnung. Damit diese Prozesse optimal ablaufen können, braucht dein Körper Phasen der Erholung.
Ruhe und Entspannung während der Fastenkur schaffen Raum zur Regeneration. In Zeiten innerer Stille können die Selbstheilungskräfte deines Körpers ungestört wirken. Wenn du dich ständig unter Druck setzt oder in Hektik fastest, riskierst du hingegen Stressreaktionen, die den positiven Effekt des Fastens mindern können.
Auswirkungen von Stress auf den Körper und den Fastenerfolg
Chronischer Stress ist einer der größten Gegenspieler des Fastens. Wenn du gestresst bist, schüttet der Körper vermehrt Cortisol und Adrenalin aus – das gilt im Übrigen auch für den normalen Alltag außerhalb einer Fastenkur. Die beiden genannten Stresshormone bewirken:
- Erhöhte Ausschüttung von Zuckerreserven aus der Leber (Glukoseanstieg)
- Hemmung der Fettverbrennung
- Störung des Schlafs
- Verschlechterte Stimmung und Reizbarkeit
- Schwächung des Immunsystems

Was bewirkt ein Glukoseanstieg im Körper?
Wenn der Glukosespiegel im Körper ansteigt, kommt es u. a. kurzfristig zu Erschöpfung, Schlafstörungen oder einem geschwächten Immunsystem. Langfristig kann ein stark schwankender Blutzuckerspiegel z.B. chronische Erkrankungen fördern (beispielsweise Depressionen, Darmerkrankungen, Arthritis oder Alzheimer) sowie den Alterungsprozess beschleunigen.
Im Fastenzustand soll dein Körper eigentlich entsäuern, entschlacken und Fettreserven mobilisieren. Dauerstress untergräbt genau diese Prozesse. Zudem kann Stress zu Heißhungerattacken (sehr ungünstig beim Fasten), innerer Unruhe oder sogar zu einem Abbruch der Fastenzeit führen.
Welchen Einfluss hat die Psyche auf den Fastenerfolg?
Fasten ist nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychische Herausforderung. Viele Menschen berichten während der Fastenzeit von emotionaler Sensibilität, innerer Unruhe oder alten Gedankenmustern, die plötzlich auftauchen. All das ist Teil des natürlichen Reinigungsprozesses – körperlich wie seelisch.
Eine stabile, positive innere Haltung und eine starke Psyche fördern deinen Fastenerfolg erheblich. Wenn du dir bewusst Zeit nimmst, achtsam mit dir umgehst und emotionale Prozesse zulässt, erlebst du das Fasten nicht als Verzicht, sondern als inneren Befreiungsprozess. Entspannung hilft dir dabei, diese Reise mit Klarheit, Sanftheit und Selbstfürsorge zu begleiten.
Welche Entspannungsmethoden helfen beim Fasten?
Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen – aber einige Techniken haben sich während des Fastens besonders bewährt. Such dir einfach eine oder mehrere der folgenden Entspannungsmethoden aus, die du während deiner Fastenkur möglichst regelmäßig durchführen kannst:
- Atemübungen (z. B. Bauchatmung oder Box Breathing)
→ Senkt sofort den Stresspegel, beruhigt das Nervensystem - Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
→ Löst Verspannungen, sorgt für ein besseres Körpergefühl - Meditation und Achtsamkeit
→ Bringt Gedanken zur Ruhe, fördert die emotionale Balance - Sanftes Yoga oder Qi Gong
→ Unterstützt den Lymphfluss, wirkt stresslösend und stärkend - Waldbaden oder Spaziergänge in der Natur
→ Frische Luft und Natur beruhigen auf körperlicher und mentaler Ebene - Wärmeanwendungen (z. B. Leberwickel, Fuß- oder Wannenbad, Wärmflasche, Sauna)
→ Fördern die Durchblutung und helfen beim Entgiften
Entspannt im Alltag fasten – so gelingt’s auch ohne Rückzug
Nicht jeder kann sich für das Fasten eine komplette Auszeit nehmen. Aber auch im normalen Berufs- oder Familienalltag kannst du mehr Ruhe integrieren:
- Morgens 10 Minuten Stille, bevor der Tag beginnt
- Offline-Zeiten am Abend: kein Handy, kein Stress
- Bewusste Mittagspause ohne Ablenkung
- Ein kurzes Nickerchen tagsüber oder Power Nap nach Feierabend
- Aromatherapie mit entspannenden Düften (z. B. Lavendel, Orange)
- Musik hören, die dich innerlich zur Ruhe bringt
- Nein sagen lernen – übermäßiger Termindruck wirkt Fasteneffekten entgegen

Wichtiger Hinweis:
Sei liebevoll mit dir selbst. Fasten ist keine Leistung, sondern ein Geschenk an dich. Entschleunigung ist Teil des Prozesses – kein Luxus, sondern Notwendigkeit.
Was passiert im Körper, wenn er entspannt ist?
Im Zustand der Entspannung aktiviert dein Körper den sogenannten parasympathischen Modus – das ist der Teil des Nervensystems, der für Regeneration, Verdauung und Heilung zuständig ist. Dabei geschieht Folgendes:
- Der Puls und der Blutdruck sinken.
- Die Atmung wird tiefer und ruhiger.
- Der Cortisolspiegel sinkt.
- Die Verdauung normalisiert sich.
- Die Zellreinigung und wichtige Stoffwechselprozesse laufen effektiver ab.
Dieser Zustand ist ideal für den Fastenstoffwechsel – denn dein Körper kann Energie für das Wesentliche verwenden: Heilung, Reinigung und Erneuerung.
Wechselwirkung Fasten & Entspannung: Ein starkes Team
Fasten und Entspannung sind keine getrennten Prozesse – sie verstärken sich gegenseitig:
- Fasten beruhigt das Nervensystem und fördert deine mentale Klarheit.
- Entspannung hilft dem Körper, das Fasten tiefgreifender zu nutzen.
- Zusammen führen sie zu einem Zustand von innerem Frieden, Klarheit und Vitalität.
Wenn du regelmäßig fastest und dabei achtsam entspannst, erlebst du oft tiefe Erkenntnisse, neue Perspektiven – und spürst ein ganz neues Körpergefühl. Zudem kannst du mithilfe eines bewussteren Verhaltens nach dem Fasten dafür sorgen, dass der Fastenerfolg lange anhält.
Unser Fazit
Wir von den FastenGurus raten dir: Gib deinem Körper und deiner Psyche beim Fasten die Ruhe, die sie verdienen. Ruhe ist kein Luxus bei deiner Fastenkur, sondern sie ist essenziell. Dein Körper vollbringt während dieser Zeit Höchstleistungen auf zellulärer und emotionaler Ebene. Unterstütze ihn, indem du dir Momente der Stille, Wärme und Entspannung schenkst.
Erlaube dir, langsamer zu werden. Du musst nichts leisten – nur loslassen.


